Über die Aktie

Zur Ausgabe von Aktien sind Aktiengesellschaften (kurz AG) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (kurz KGaA) berechtigt. Nicht immer werden die Aktien an Börsen gehandelt. Es ist auch möglich, Aktien außerbörslich zu erwerben.

Die Entstehung der Aktien ist auf den Beginn der Industrialisierung am Ende des 18. Jahrhunderts zurückzuführen. Seitdem hat sich die Aktie kaum verändert. Mit dem Erwerb einer Aktie beteiligt sich der Käufer am Grundkapital der Aktiengesellschaft. Fast alle Aktien werden elektronisch verwaltet. Nur in den seltensten Fällen bestehen noch sogenannte effektive Stücke, also auf Papier gedruckte Aktien. Deshalb ist ein Depot eine Grundvoraussetzung für den Aktienkauf. In einem Depot werden Ihre Aktien verbucht. Die Verwaltungsgebühren sind bei Direktbanken weitaus günstiger, da hier kein breites Filialnetz in Anspruch genommen wird.

Eine Aktie verbrieft das Recht auf Gewinnbeteiligung an der Gewinnausschüttung des Unternehmens, die immer auf der Hauptversammlung durch den Vorstand beschlossen wird. Man spricht auch von der Dividende, die pro Aktie ausgezahlt wird. Die Aktie verbrieft außerdem einen Nennwert, und wird zu einem Kurswert gehandelt. Das bedeutet, der Käufer muss den Kurswert bezahlen, um mit dem Nennwert an dem Grundkapital der AG beteiligt zu sein.

Hält der Käufer die Aktie zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, wird er eine Einladung zur Hauptversammlung erhalten. Hier kann er über die zukünftige Unternehmensplanung abstimmen.

Die meisten Aktieninvestoren tätigen jedoch viel öfter Käufe und Verkäufe, da viele Faktoren die Gewinnaussichten eines Unternehmens beeinflussen. Sollte eine Nachricht publiziert werden, beispielsweise “Strom aus Windenergie – Forscher entdecken, wie er gespeichert werden kann”, so werden die Aktien von Windkraftanlagenbetreibern in die Höhe schießen. Da wir jedoch in einer Mediengesellschaft leben, in der wir mit Nachrichten überschwemmt werden, ist es nicht immer leicht, die “richtigen” Informationen zu filtern und zu nutzen. Dies ist auch der Grund, weshalb Aktien nur für spekulative bis hochspekulative Anleger empfohlen werden. Es handelt sich um sehr volatile (= starken Wertschwankungen unterliegende) Geldanlagen.

Es gibt außerdem verschiedene Aktientypen. Man unterscheidet Stammaktien, Namensaktien, Inhaberaktien, Stückaktien, Vorzugsaktien und noch viele mehr. Nähere Informationen finden Sie hierzu auf Onvista.de.

Wie können Sie Aktien erwerben?

Es gibt verschiedene Anbieter und Möglichkeiten Aktien zu kaufen, beziehungsweise zu verkaufen. Die günstigste Variante bieten Online Broker und Direktbanken. Sollten Sie sich mit der Geldanlage in Aktien jedoch noch unsicher sein, sollten Sie sich auf jeden Fall beraten lassen. Auch Direktbanken bieten heute solche Beratungen an. Vorab werden mit der sogenannten Basisdokumentation, gemäß den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetz (kurz WpHG), gewisse Informationen abgefragt. Dazu gehören Ihre bisherigen Erfahrungen mit den verschiedenen Anlageprodukten sowie Ihr Anlageziel und Ihre Risikobereitschaft. Für jede Empfehlung ist der Berater verpflichtet ein Beratungsprotokoll zu erstellen und Ihnen auszuhändigen. Dies schützt Sie vor Falschberatungen, jedoch übernimmt der Berater damit nicht die Haftung für einen eventuellen Kapitalverlust.

Aber auch ohne Beratung können Sie Ihre ersten Aktienkäufe tätigen. Mit meist sehr benutzerfreundlichen Anwendungen können Sie problemlos die gewünschten Papiere finden und kaufen. Sollte die jeweilige Aktie über mehrere Börsen gehandelt werden, können Sie den besten Kurs auswählen. Sie sollten sich außerdem über die verschiedenen Kauf- und Verkaufsoptionen im Klaren sein, sodass Sie alle gegebenen Möglichkeiten richtig nutzen können.

Bei der Anbieterauswahl sollten Sie stets auf Abwicklungsgebühren, Depotführungsentgelte, Provision und Courtage sowie Zusatzleistungen, wie zum Beispiel Echtzeitkurse achten.

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