Die Geografie der USA im Überblick

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Golden Gate Bright, San Francisco, USA

Groß ist kein hinreichender Ausdruck für die USA. Insgesamt umfasst das Land eine Fläche von über 9,8 Millionen Quadratkilometern. Nimmt man nur das Kernland der 48 Bundesstaaten (ohne Alaska und Hawaii), bleibt mit einer Zahl von rund 7,8 Millionen Quadratkilometern noch immer eine Fläche, die etwa 22-mal größer ist als das deutsche Staatsgebiet.

Die USA erstrecken sich über die gesamte Breite des nordamerikanischen Kontinents und erreichen in der Ost-West-Ausdehnung rund 4.800 Kilometer, während die Strecke von Norden nach Süden etwa 2.600 Kilometer beträgt.

Dazwischen liegen so gut wie alle Klima- und Landschaftszonen, die man sich vorstellen kann. So findet man im Nordosten und mittleren Westen ein gemäßigtes Klima, das Europäern recht vertraut erscheint, während die Wüstengebiete in Arizona, Nevada und New Mexico anderen Wüsten der Erde gleichen. Dazu kommen weite Prärie und Graslandschaften, wie sie beispielsweise in Texas zu finden sind, sowie Hochgebirgszüge der Rocky Mountains bis hin zu arktischen Verhältnissen in Alaska.

Das Kernland der USA

Das Kernland der USA ist von großen Ebenen geprägt, die in erster Linie dem Anbau von Getreide dienen. Die sehr langen Küstenlandschaften weisen sowohl am Atlantik als auch am Pazifik erhebliche Unterschiede in Klima und Geografie auf. So erstrecken sich die Apalachen als Gebirgszug im Osten von der kanadischen Grenze aus nach Süden, wobei sie immer weiter ins Landesinnere wandern und schließlich auf Höhe von Alabama enden.

Die südlichen Gebiete entsprechen in weiten Teilen eher einer Sumpflandschaft, die vor allem in Florida allgegenwärtig ist. Die Neuenglandstaaten im Nordosten verfügen hingegen zum Teil sogar über Steilküsten. Städte wie New York oder Washington liegen übrigens deutlich südlicher, als gemeinhin angenommen wird.

So teilen sich New York und Rom in etwa denselben Breitengrad. Das erklärt, warum die Sommer in diesen Städten auch ähnlich heiß werden können. Im Winter können jedoch die Schneemassen auch weit in den Süden der USA vordringen, denn die kalten arktischen Winde werden (anders als im Falle von Rom) nicht durch ein Gebirge wie die Alpen abgehalten. Dadurch werden extreme Wetterlagen und die Bildung von Tornados im Landesinneren begünstigt.

Erdgeschichte zum Anfassen

Im Mittleren Westen der USA, an der Grenze zu Kanada, bilden die Großen Seen als größtes zusammenhängendes Süßwasserdepot der Erde einen Kontrapunkt zu den eher trockenen Gebieten der Prärie, die sich weiter südlich anschließen. Die Rocky Mountains ziehen sich im Westen von Kanada kommend quasi als Rücken durch die USA und bilden eine natürliche Grenze zur Pazifikregion, die früher zunächst nur schwer zu überwinden war.

Den Bergen ist es zu verdanken, dass der Bundesstaat Colorado beispielsweise als Paradies für Wintersport gilt. Größte landschaftliche Attraktion entlang des gleichnamigen Flusses ist zweifellos der Grand Canyon, der sich in Arizona befindet und mit seinen einzigartigen Schluchten und Felsformationen einen Blick auf Milliarden Jahre der Erdgeschichte bietet.

Nicht zuletzt findet sich jenseits der Wüsten Richtung Westen das Tor zum Pazifik mit den Metropolen Los Angeles und San Francisco, die allerdings in stark erdbebengefährdeten Gebieten liegen. Diesbezüglich ruhiger geht es insgesamt im Nordwesten zu, der allerdings als regenreichste Region Amerikas gilt.

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